Weilheimer Festspiele im Stadttheater Weilheim i.OB

Weilheimer Festspiele 2022
BERNARDA ALBAS HAUS
von Federico García Lorca
Tragödie von den Frauen in den Dörfern Spaniens (spanisch: La Casa de Bernarda Alba. Drama de mujeres en los pueblos de España). Übersetzt von Hans Magnus Enzensberger. Suhrkamp Theater Verlag Berlin.

Freitag, 21.10.2022 – 20:00 Uhr
Sonntag, 23.10.2022 – 18:00 Uhr
Donnerstag, 27.10.2022 – 20:00 Uhr
Freitag, 28.10.2022 – 20:00 Uhr
Samstag, 29.10.2022 – 20:00 Uhr
Sonntag, 30.10.2022 – 18:00 Uhr

Wir haben Vorstellungen für Schulen eingeplant. Lehrkräfte können sich zur Buchung an uns wenden unter:                      0172 7001498.

Wir starten in wenigen Tagen den Vorverkauf über RESERVIX.

Veranstalterin: Weilheimer Festspiele Bernarda GbR, Weilheim

Die 11 Darstellerinnen:
Sabine Lorenz (Bernarda Alba), Yvonne Brosch (Bernarda Albas langjährige Hauswirtschafterin), Michaela Stögbauer (die Mutter der Bernada Alba), Katja Brenner (Nachbarin), Nathalie Seitz (Magd)
Die Töchter: Katharina von Harsdorf, Maria Antonietta Piras Wobbe und                                                                          Augusta Belóka, Caro Stein, Ricarda Verena Wimmer, Patricia Ivanauskas (Preisträgerinnen des vom Bezirk Oberbayern vergebenen Lore-Bronner-Preises 2019 und 2021                                                                                                                                                                                   Inszenierung: Yvonne Brosch und Sabine Lorenz
Bühnenbild: Andreas Arneth

Zum Stück                                                                                                                                                                                                       Die Witwe Bernarda Alba wacht mit geradezu tyrannischer Strenge über den Alltag ihrer fünf Töchter. Diese sind alle in heiratsfähigem Alter. Nach dem Tod des Ehemannes hatte Bernarda Alba ihren Töchtern eine achtjährige Trauerzeit auferlegt. Sie dürfen das Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Beschäftigen müssen sie sich, indem sie an ihrer Aussteuer sticken. Wenn sich eine Tochter zu wehren versucht, kontert die Mutter kalt: Frauen haben sich zuerst ihrer Familie und zu gegebener Zeit ihren Ehemännern unterzuordnen. Sexualität sei Sache der Männer und Frauen hätten sich zu fügen. Mit den eigenen Sehnsüchten und Träumen müssen die Töchter alleine fertig werden. Das Haus der Bernada Alba wird zum Schauplatz einer Tragödie.
Bernarda Alba ist eine der eindrucksvollsten tragischen Bühnengestalten des 20. Jahrhunderts. Die Art, wie ihre fünf Töchter gegen den despotischen Stolz der Mutter aufbegehren und dabei zerbrechen, gehört zu den packendsten Bühnenhandlungen in der Theaterliteratur.
Der Autor Lorca, der als Homosexueller selbst Opfer der regiden Sexualmoral im faschistischen Spanien der 30er Jahre wurde, legt mit seinem Meisterdrama die Finger in die Wunden, die eine extrem konservativ-katholische Tradition in Spanien gerissen hatte.
Übersetzt hat den Text Hans Magnus Enzensberger. Der 1929 in Kaufbeuren geborene Lyriker, Essayist, Biograph, Herausgeber und Übersetzer ist er einer der einflussreichsten und weltweit bekanntesten deutschen Intellektuellen. Enzensberger war 1994 Gast der Dichterlesungen im Gymnasium Weilheim. Ihm ist Nr. 38 der „Weilheimer Hefte“ gewidmet.
Federico García Lorca (1898 – 1936) stellte sein Hauptwerk „La Casa de Bernarda Alba“ (Bernada Albas Haus) in dem Jahr fertig, in dem der spanische Bürgerkrieg ausbrach. In diesem Jahr wurde er von spanischen Faschisten erschossen. Der Mord an Federico García Lorca war bis 1975 in Spanien ein gesellschaftliches Tabu.

Die Weilheimer Festspiele GbR sind durch Bescheinigung der zuständigen Landesbehörde (Regierung von Niederbayern) gemäß § 4 Nr. 20a UStG von der Umsatzsteuer befreit.

 

Weilheimer Festspiele 2022
DER RAUB DER SABINERINNEN
Komödie und Schwank, geschrieben 1883 von Franz und Paul von Schönthan.
Bearbeitung: Robert Gillner. Litag Verlag München.

Freitag, 16.12.2022 – 20:00 Uhr
Sonntag, 18.12.2022 – 18:00 Uhr
Montag, 26.12.2022 – 18:00 Uhr
Donnerstag, 29.12.2022 – 20:00 Uhr
Freitag, 30.12.2022 – 20:00 Uhr
Silvester, 31.12.2022 – 18:00 Uhr

Wir haben Vorstellungen für Schulen eingeplant. Lehrkräfte können sich zur Buchung an uns wenden unter: 0172 7001498.

Einzelheiten zum Vorverkauf erfahren Sie hier ab 28. September 2022

Veranstalter: Weilheimer Festspiele Sabinerinnen GbR, Weilheim

Zum Stück

Das Stück ist so bekannt wie „Die Feuerzangenbowle“. Es ist nicht weniger schrullig und amüsant. Gymnasialprofessor Gollwitz hat als Student ein Theaterstück geschrieben – eine Jugendsünde, wie er bekennt. Der Schmierentheaterdirektor Emanuel Striese, der mit zahlreichen Problemen im Ensemble zu kämpfen hat und auch wirtschaftlich nicht gut gestellt ist, erfährt davon und will es uraufführen. Er kann Gollwitz dazu überreden, der allerdings nur unter der Bedingung zustimmt, dass er, um sich eine mögliche Blamage zu ersparen, nicht genannt wird und auch seine Frau nichts davon erfährt. Aber natürlich kommt die Gattin vorzeitig aus einem Kuraufenthalt zurück, und es läuft alles völlig anders als geplant. Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig zerstritten, doch dank einer rettenden Idee von Frau Striese wendet sich doch noch alles zum Besseren – wenn auch nicht so, wie sich Gollwitz das gedacht hätte. Das Stück ist nicht zuletzt eine Hommage auf alle, die sich für ihr Theater abrackern. Das sind diejenigen, die Theater machen, aber auch diejenigen, die im Publikum sitzen und oft genug mitleiden müssen.                                        

Inszenierung: Yvonne Brosch
Bühnenbild: Andreas Arneth

Die Weilheimer Festspiele GbR sind durch Bescheinigung der zuständigen Landesbehörde (Regierung von Niederbayern) gemäß § 4 Nr. 20a UStG von der Umsatzsteuer befreit.